Tauferinnerungsgottesdienst

1. Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee,
und dass du atmest, kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie : Dass du lebst, war eines anderen Idee
und dass du atmest, sein Geschenk an dich.
Refrain: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur,
ganz egal ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu.
Du bist du, das ist der Clou, ja der Clou. Ja, du bist du!
2. Vergiss es nie: Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du,
und niemand lächelt so, wie du’s grad tust.
Vergiss es nie: Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du,
und niemand hat je, was du weißt, gewusst.
3. Vergiss es nie: Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt,
und solche Augen hast alleine du.
Vergiss es nie: Du bist reich, egal, ob mit, ob ohne Geld,
denn du kannst leben! Niemand lebt wie du.

Anspiel
1. Szene (Kristin und Bianca?)
Zwei Mädchen unterhalten sich über Mathehausaufgaben. Das Telefon klingelt. A nimmt Hörer ab und legt ihn nach kurzer Zeit wieder auf.
B: Wer war dran?
A: Ich weiß nicht. Sie hat ihren Namen nicht gesagt.
2.Szene:
Kind: Mama, ich muss dir unbedingt von meiner neuen Klassenkameradin erzählen. Sie ist heute zum ersten Mal in unserer Klasse gewesen und sie sitzt neben jetzt neben mir. Wie die malen kann und sie hat einen Hund und ein Pferd. Bestimmt wird sie meine Freundin! Darf ich sie zum Spielen nach Hause einladen?
Mutter: „Wie heißt das Kind denn?“
Kind: „Das hab ich mir gar nicht gemerkt. Pauline, Simone, Jaqueline – ich weiß es nicht.
Mutter: „Aber dann können wir das Kind ja gar nicht anrufen und einladen. Frag morgen, wie das Kind heißt!“

Ansprache 1 und Aktion, dabei Musik
Jeder von uns hat einen Namen. Der Name ist wichtig. Wenn ich mich am Telefon nicht mit Namen melde, dann weiß der andere nicht, wer ihn anruft – außer er erkennt mich an der Stimme. Aber wenn ich jemanden Fremdes anrufe, sage ich besser  zuerst wer ich bin, nicht wahr?
Wenn ich jemand Neues kennen lerne, dann frag ich am besten gleich nach seinem Namen.
Den Namen haben die Eltern für mich ausgesucht. Sie haben sie sich bestimmt darüber schon vor der Geburt viele Gedanken gemacht: Welchen Namen geben wir unserem Kind, wenn es ein Junge wird? Welchen Namen geben wir einem Mädchen? Welche Bedeutung hat der Name? Klingt er gut? Passt er mit dem Nachnamen zusammen? Ich weiß, dass das oft eine langwierige und schwierige Entscheidung ist.
Und dann ist es soweit! Das Kind wird geboren. Und dann fragen die Ärzte und die Hebamme nach dem Namen. Der wird dann in die Papiere eingetragen. Und am nächsten Tag geht dann der Vater zum Standesamt und lässt den Namen amtlich eintragen. Der steht dann im Stammbuch und begleitet dich dein Leben lang. So hast auch Du Deinen Namen bekommen.
Und bei der Taufe ist dann dein Name hier in der Kirche genannt worden. Gottes Name und mein Name wurde ind er Taufe zusammengebracht. Aber davon später mehr. Jetzt soll erst einmal jeder von uns seinen Namen auf einen kleinen Tropfen aufschreiben. Dazu teilen wir jetzt gleich Stifte und Wassertropfen aus. Die Erwachsenen helfen, wenn ein Kind seinen Namen noch nicht schreiben kann.
Aktion, dabei Musik
- Namen auf Tropfen aufschreiben

Chörle
Predigt
 
Jesus hat einmal gesagt: Freut euch vor allem darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. (Luk 10,20).
Das ist wichtig, wollen wir euch heute sagen. Dass du und Gott zusammengehört. denn es ist gut, wenn Gott uns begeleitet und seine schützende Hand über unsere Seele hält. Gerade auch, wenn schlimme Dinge passieren. Und die passieren ja von Zeit zu Zeit.
Dass mein Name und Gottes Name zusammengehören, das wird in der Kirche bei Christen in der Taufe gezeigt.
Bei der Taufe ist mein Name genannt worden. Und in der Taufe ist zugleich der Name Gottes genannt worden. Gott sagt in der Taufe: Mein Name und dein Name gehören von jetzt ab zusammen. Du bist ein Kind deiner Eltern. Die haben dir deinen Namen gegeben. Aber mit der Taufe gehörst du auch zu Gott. Du gehörst zur großen Familie Gottes aus allen Völkern.
Der Name Gottes und dein Name sind jetzt für immer miteinander verbunden. Du bist getauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gott ist im Himmel. Und dein Name ist seit deiner Taufe im Himmel bei Gott aufgeschrieben. …
Nichts gehört so sehr zu uns wie unser Name. Vieles mag sich ändern im Laufe eines langen Lebens, Größe und Gewicht, Frisur und Haarfarbe, der Wohnort, die Hobbies, Lieblingsspeisen und Berufstätigkeiten, Beziehungen, Freunde und Feinde – der Name bleibt uns. Gut, manchmal wird aus einem Joachim ein Joe und aus einer Gabriele eine Gabi. Bei anderen verdoppelt sich der Nachname im Lauf der Zeit oder weicht einem gemeinsamen Familiennamen. Unser Name ist uns gegeben, ohne dass wir ein Wörtchen hätten mitreden dürfen, er macht uns ein Leben lang aus, und selbst nach unserem Tod meint er noch genau die Person, die ihn zu Lebzeiten trug. Nichts begleitet uns so treu durch unser Leben, nichts gehört so unzertrennlich zu uns wie der Name. Bei deinem Namen gerufen bist du mein, spricht Gott.
Nichts gehört so sehr zu uns wie unser Name. Vieles mag sich ändern im Laufe eines langen Lebens, Glaube und Überzeugungen, Prinzipien und Vorsätze, die Vorstellungen von dem, was die Welt im Innersten zusammenhält. Der Name bleibt uns. Er stand schon geschrieben in einem himmlischen Buch. lange bevor irgendjemand anfing, sich darüber Gedanken zu machen, er ist fester Bestandteil vieler Gebete und Gedichte, und eines Tages wird ein Engel ihn buchstabenweise in den Himmel tragen. Er geht nicht verloren. Er steht im Buch des Lebens.
„Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“