Gottesdienst mit Predigt über 2. Mose 14, 8-14.19-23.28-30a; 15, 20-21

Link zum Video (gekürzte Fassung, da Präsenz-Gottesdienst)
 
Musik zum Eingang
Votum - Begrüßung

Christus spricht: Ich war tot und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.
Wir feiern heute den Sieg des Lebens. Jesus Christus hat den Tod besiegt und uns damit gezeigt, dass der Tod für uns Christen lediglich zum Durchgang geworden ist. Ein Ausgang wird zum Eingang. Das Ende wird zum Beginn. Uns ist Leben verheißen, das bleibt in Ewigkeit.
Wie gut tut mir diese Botschaft in diesen schwierigen Zeiten. Das Leben siegt. Lassen Sie uns es trotzig, vorsichtig, zweifelnd und hoffend bekennen. Deshalb grüßen wir uns gegenseitig mit der Proklamation des Lebens über den Tod, dem dreifachen Ostergruß: Christus ist auferstanden: Er ist wahrhaftig auferstanden.


EG 99 Christ ist erstanden
Christ ist erstanden/ von der Marter alle;/ des solln wir alle froh sein,/ Christ will unser Trost sein./ Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, / so wär die Welt vergangen; / seit dass er erstanden ist, / so lobn wir den Vater Jesu Christ'. / Kyrieleis.
Halleluja, Halleluja, Halleluja! Des solln wir alle froh sein, / Christ will unser Trost sein. / Kyrieleis.

Psalm 118
Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.
Der Herr ist meine Macht und mein Psalm
und ist mein Heil.
Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten:
Die Rechte des Herrn behält den Sieg!
Die Rechte des Herrn ist erhöht;
die Rechte des Herrn behält den Sieg!
Ich werde nicht sterben, sondern leben
und des Herrn Werke verkündigen.
Der Herr züchtigt mich schwer;
aber er gibt mich dem Tode nicht preis.
Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit,
dass ich durch sie einziehe und dem Herrn danke.
Das ist das Tor des Herrn;
die Gerechten werden dort einziehen.
Ich danke dir, dass du mich erhört hast
und hast mir geholfen.
Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,
ist zum Eckstein geworden.
Das ist vom Herrn geschehen
und ist ein Wunder vor unsern Augen.
Dies ist der Tag, den der Herr macht;
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.
Du bist mein Gott, und ich danke dir;
mein Gott, ich will dich preisen.
Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist
wie es war im Anfang jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Eingangsgebet - Stilles Gebet

Allmächtiger gütiger Gott und Vater!
Durch die Auferstehung deines Sohnes Jesus Christus hast du dem Tod die Macht genommen und bietest an allen Enden der Welt Leben an.
Dafür danken wir dir und bitten wir dich:
Mach uns bereit diese Botschaft mit offenen Ohren zu hören, nimm allen Kleinglauben und allen Zweifel von uns, lass uns einstimmen in das Osterlob deiner Zeugen: Lass die Botschaft, dass du das Leben bist, uns bestimmen. Gib uns neue Kraft und neues Leben.
Auf dich hoffen wir in Zeit und Ewigkeit.

Lesung Bauer und Scholl
Bauer:
„Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte“. So beginnt der Osterbericht. Sie hatten das leere Grab entdeckt. Da war Maria schon einmal zu den Jüngern gelaufen und Petrus und Johannes waren gekommen, um nachzusehen. Jetzt war sie wieder allein. Das leere Grab allein kann keinen Osterglauben wecken. Stattdessen steht sie draußen und weint. Über diesem traurigen Menschen würden wir verständnisvoll sagen: Es ist aber auch wirklich ein bisschen viel gewesen in der letzten Zeit. Und jetzt glauben ihr die Jünger diese umwälzende Botschaft nicht.
Scholl:
Zum Beispiel Petrus. Er war ein einfacher Fischer, bevor Jesus ihn zu sich gerufen hat. Das geschah so: Petrus hatte die ganze Nacht nichts gefangen. Als er traurig und enttäuscht ans Ufer zurückkam, stand da Jesus. Von nun ab folgte er ihm. Doch als Jesus nun gefangen genommen wurde, hatte Petrus ihn verleugnet. Dreimal hatte er gesagt, dass er Jesus nicht kennen würde. Nach der Auferstehung begegnete ihm Jesus erneut beim Fischen am See. Da wurde Petrus zuerst sehr traurig und dann ganz froh. Froh über die Auferstehung, erfüllt mit neuem Vertrauen und Glauben, und er bekam wieder den Auftrag, für das Leben Zeuge zu sein.
(Kerze 1 an der Osterkerze entzünden).
Scholl
Viele der engsten Freunde von Jesus waren einfache Leute. Zum Beispiel Judas und Simon. Sie waren keine Fischer. Sie selbst nannten sich Widerstandskämpfer. Die Römer hätten sie wohl eher Terroristen genannt. Bevor sie Jünger von Jesus wurden, hatten sie gegen die römische Besatzung gekämpft. Seit sie Jesus gefolgt sind, hatten sie mit der Gewalt aufgehört. Trotzdem hofften sie, dass Jesus die Römer irgendwie noch aus dem Land werfen würde. Als Jesus ihnen nach der Auferstehung begegnet ist, werden sie seinen Aufruf zur unbedingten Gewaltlosigkeit endlich verstanden haben. Jesus macht Frieden.
Kerze 2+3 anzünden (Bauer)
Scholl:
Levi war das krasse Gegenteil von Simon und Judas. Er war Zöllner, bis Jesus sein Leben verändert hat. Davor hatte er seinen Landsleuten das Geld aus der Tasche gezogen. Dadurch ist er zwar sehr reich aber auch sehr unbeliebt geworden. Seit er mit Jesus unterwegs war, hatte er wieder Freunde gefunden. Nach der Kreuzigung war diese Gemeinschaft bedroht. Doch Jesus ist auferstanden und die Gemeinschaft wurde gestärkt. Levi musste nicht allein weiterleben. Jesus begleitet ihn und uns alle durch das Leben.
Kerze 4 wird entzündet
Scholl:
Thomas war kein leichtgläubiger Mensch. Er ließ sich nicht so leicht überzeugen. Eigentlich konnte er es selbst nicht fassen, dass er mit Jesus durch das Land zog. Eigentlich glaubte er nur, was er sehen konnte. Das mit der Auferstehung war da zu viel. Er konnte es nicht glauben. Doch als ihm Jesus selbst begegnete und er seine Wunden sehen konnte, da wurde er froh. Auch für Zweifler ist Platz bei Jesus dem Auferstandenen.
Kerze 5 wird entzündet
Klingler:
Maria Magdalena hatte immer wieder Anfälle und hatte entsetzlich darunter gelitten und war sehr traurig. Sie wurde von Jesus geheilt. Sie war ihm unendlich dankbar, und folgte ihm als Jüngerin. Als Jesus starb, schien es ihr, als wäre ihr Leben vorbei. Seine Auferstehung gab auch ihr wieder Lebensmut. Nach der Auferstehung wurde sie eine tragende Säule der ersten Gemeinde.
Kerze 6 wird entzündet
Scholl:
Einer Frau hat Jesus das Leben gerettet. Sie war beim Ehebruch ertappt worden und sollte gesteinigt werden, Als die Leute Jesus fragten, was sie mit ihr machen sollten, hat er nur gesagt: „Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Daraufhin sind alle gegangen und sie war gerettet. Sie verfolgte aus Dankbarkeit, was aus ihm geworden war. Dass er sterben musste, ging ihr besonders nahe. Sie dachte daran, wie ihr eigenes Leben bedroht war und wie Jesus es gerettet hatte. Als Jesus auferstanden war, hat sie begriffen. Er trug unsere Schuld, damit wir alle Leben haben, das für immer bleibt.
Kerze 7 wird entzündet
Scholl:
Viele Andere folgten Jesus. Seine Auferstehung verlieh den ersten Christen Energie. Paulus wurde vom Verfolger durch die Begegnung mit dem lebendigen Christus zum Missionar der Heiden. Durch ihn wurde in Europa die frohe Botschaft verbreitet.
Kerze 8 wird entzündet
Scholl:
Viele Christen wurden in den ersten Jahren verfolgt. Manche mussten für ihren Glauben mit ihrem Leben einstehen. Die Kraft dazu bezogen sie von dem Auferstanden. Manche der Märtyrer sind in unserer Kirche abgebildet. Die Botschaft vom Leben, das stärker ist als der Tod, verbreitet sich weiter und weiter.
Gerade in dieser Krisenzeit kann uns diese Botschaft auch stärken, denn sie redet nicht nur vom Leben, sie bringt Leben - das bleibt in Ewigkeit.
Auch heute gibt die Botschaft von der Auferstehung vielen Menschen ein Fundament, auf das sie ihr Leben bauen und das sie trägt, durch Höhen und Tiefen.
Kerzen 9-12 werden entzündet

Glaubensbekenntnis
EG 106 Erschienen ist der herrlich Tag

1. Erschienen ist der herrlich Tag, / dran niemand g'nug sich freuen mag: / Christ, unser Herr, heut triumphiert, / sein Feind er all gefangen führt. / Halleluja.
2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, / die Höll, all Jammer, Angst und Not / hat überwunden Jesus Christ, / der heut vom Tod erstanden ist. / Halleluja.
3. Sein' Raub der Tod musst geben her, / das Leben siegt und ward ihm Herr, / zerstöret ist nun all sein Macht. / Christ hat das Leben wiederbracht. / Halleluja.
4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur, / alls, was betrübet war zuvor, / das freut sich heut an diesem Tag, / da der Welt Fürst darniederlag. / Halleluja.
5. Drum wollen wir auch fröhlich sein, / das Halleluja singen fein / und loben dich, Herr Jesu Christ; / zu Trost du uns erstanden bist. / Halleluja.

Predigt über 2. Mose 14, 8-14.19-23.28-30a; 15, 20-21
Es gibt eine Tradition in der Osternacht, die geht so: Ein Kind fragt: „Was ist in dieser Nacht anders als in allen anderen Nächten?“ Als Antwort wird aufgezählt: andere Farben, anderer Schmuck, andere Menschen, neue Osterkerze, mehr Fröhlichkeit.
Dann antwortet ein Älterer: „Wir erinnern uns an den Morgen, der die Welt veränderte.“
Wie so vieles hat die Idee für dieses kleine Osterritual ein Vorbild: Im Judentum erinnert dieses Ritual an die große Befreiung Israels aus der Sklaverei. Das Fest heißt Passah und es erinnert an den Auszug aus Ägypten. Während wir Ostern feiern, feiern die Juden dieses Fest, denn das war es auch, was Jesus mit seinen Jüngern feierte, als sie am Abend vor seinem Tod zusammensaßen.
Erinnern wir uns deshalb kurz an die Vorgeschichte: Israel ist in der Sklaverei in Ägypten. Mose sagt: Lass mein Volk ziehen! Pharao sagt: Nein. Gott sagt: das wollen wir doch mal sehen.
Er schickt zehn Plagen, dann erst gibt der Pharao nach und lässt das Volk ziehen.
Mose führt das Volk aus der Sklaverei. Kaum sind sie weg, tut es dem Pharao leid, dass er sie hat ziehen lassen. Dann kommt das, was für uns heute der Predigttext ist:
Predigttext 2. Mose 14, 8-14.19-23.28-30a; 15, 20-21
8 Und der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, dass er den Israeliten nachjagte. Aber die Israeliten waren mit erhobener Hand ausgezogen. 9 Und die Ägypter jagten ihnen nach, alle Rosse und Wagen des Pharao und seine Reiter und das ganze Heer des Pharao, und holten sie ein, als sie am Meer … lagerten. 10 Und als der Pharao nahe herankam, hoben die Israeliten ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her. Und sie fürchteten sich sehr und schrien zu dem HERRN 11 und sprachen zu Mose: Waren nicht Gräber in Ägypten, dass du uns wegführen musstest, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten geführt hast? 12 Haben wir's dir nicht schon in Ägypten gesagt: Lass uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen? Es wäre besser für uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben. 13 Da sprach Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr sie niemals wiedersehen. 14 Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.

19 Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und stellte sich hinter sie. Und die Wolkensäule vor ihnen erhob sich und trat hinter sie 20 und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels. Und dort war die Wolke finster und hier erleuchtete sie die Nacht, und so kamen die Heere die ganze Nacht einander nicht näher. 21 Als nun Mose seine Hand über das Meer reckte, ließ es der HERR zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich. 22 Und die Israeliten gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. …. 29 Aber die Israeliten gingen trocken mitten durchs Meer, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. 30 So errettete der HERR an jenem Tage Israel aus der Ägypter Hand.

20 Da nahm Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, eine Pauke in ihre Hand, und alle Frauen folgten ihr nach mit Pauken im Reigen. 21 Und Mirjam sang ihnen vor: Lasst uns dem HERRN singen, denn er ist hoch erhaben; Ross und Reiter hat er ins Meer gestürzt.
 
Liebe Gemeinde,
Den dramatischen Kampf an der Schwelle von Leben und Tod führt uns heute, am Ostermorgen, ein alttestamentlicher Predigttext plastisch vor Augen. Es geht in ihr um eine existentielle Not durch eine todbringende Macht, doch das Leben ist stärker. Das Leben setzt sich durch und besiegt am Ende die Chaosmächte des Todes. Das Volk Israel hat überlebt damals; aus höchster Todesgefahr hat Gott es gerettet. – Buchstäblich im letzten Moment, was diesen Kampf so dramatisch macht. Die vernichtende Macht der ägyptischen Streitwagen hatte die israelitischen Sklavenarbeiter und ihre Familien verfolgt, nachdem sie gerade erst aus der ägyptischen Sklaverei entkommen waren. Aber der Pharao, hatte es sich schnell wieder anders überlegt. Kaum waren die 10 Plagen, die ihn hätten warnen sollen, halbwegs ausgestanden, wollte er seine billigen hebräischen Sklavenarbeiter, die wegen einer Hungersnot nach Ägypten gekommen waren, wieder zurückholen. Rosse, Reiter und sein Streitwagenheer schickte er den Wehrlosen hinterher. Vor ihnen war nun das Meer und hinter ihnen stürmten ihre grausamen Verfolger heran. Wie durch ein Wunder schenkte Gott seinem Volk in dieser hoffnungslosen Situation das Leben, das Überleben. Das Volk Israel erreichte überglücklich das rettende Ufer. – Das war Rettung in letzter Minute, Überleben, ohne von den chaotischen Wassermassen in die Tiefe gezogen zu werden. Der Durchzug durchs sog. Schilfmeer, das man geographisch bewusst biblisch nicht genau lokalisieren kann, diese alttestamentliche Rettungsgeschichte, wird für uns heute, an Ostern, zur Symbolgeschichte für den erschütternden Kampf zwischen Leben und Tod in seiner existentiellen Dimension, die uns und alle Menschen betrifft.

Im Tod kommen unser menschlicher Erfahrungshorizont, unser Wissen und unsere Macht an ihre Grenzen. Gegen den Tod sind wir machtlos. Wenn ein uns nahestehender Mensch dem Tod geweiht ist, dann sind auch wir als Angehörige hin- und hergerissen zwischen Trauer und letzter Hoffnung.

Ja, Sterben steht uns allen bevor. Aber als Christen kann uns die Osterbotschaft tragen: der Tod ist nur ein Durchgang, wenn auch nicht immer ein sanfter, stiller, leichter Übergang. Aber am Ende mit der Hoffnung das rettende Ufer auf der anderen Seite des Meeres. Gott bringt uns hinüber. Hinein in die Ewigkeit, den Raum der Fülle der Liebe Gottes, wo kein Leid und kein Schmerz mehr ist und Gott abwischen wird alle Tränen, wie das Buch der Offenbarung sagt.

Das Leben siegt! Neuschöpfung und Neuanfang: Auferstehung.

Der Weg des Volkes Israel führt uns dieses Wiederauferstehen, diesen Weg in die Freiheit immer wieder bildhaft vor Augen: Befreiung, der Weg in die Freiheit ist möglich - manchmal auf ganz wundersame Weise, gegen alles menschliche Erwarten, so wie damals am Schilfmeer. Unsere jüdischen Geschwister feiern das bis heute jedes Jahr am Passahfest, das an den Auszug aus Ägypten, die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei erinnert.
Um ein Haar hätten sie das Geschenk ihrer Freiheit wieder verspielt. Zurück wollten sie – auch das können wir verstehen.

Wenn die Not groß ist, sehnen wir uns zurück. So wie jetzt. Da sehnen wir uns nach Gemeinschaft, nach fröhlichem gemeinsamem Singen, nach Treffen ohne Beschränkungen. Aber es wird ja verheißen. dasrettende Ufer in der Pandemie scheint in Sichtweite zu kommen. Berten wir, dass es gelingen möge.

Als die Israeliten das rettende Ufer glücklich erreicht hatten, kam die Dankbarkeit zurück. Als erste bei Mirijam, der Schwester von Mose und Aaron. Mirijam greift zur Pauke und singt ein wunderbares Freudenlied. Sie tanzt sogar dazu und alle Frauen folgen ihr im Reigen. Das war ihr Dank als Antwort auf die erlösende, rettende, befreiende Tat Gottes, der das todbringende Kriegsmaterial, Streitwagen und Waffen untergehen lässt.

Erlebte Geschichte und Glaube – sie gehören zusammen. Heilsgeschichte, die immer wieder erzählt werden soll, damit die göttliche Botschaft darin nicht in Vergessenheit gerät.

Das geschieht am jüdischen Passahfest und am christlichen Osterfest. Ein Fest der Befreiung.
„Christus ist auferstanden; er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.“ Das Leben siegt! Das Leben in Gott und aus Gott ist stärker als der Tod. Darum ist Ostern Kern unseres Glaubens! Ostern bedeutet: Sieg des Lebens über den Tod; geschenkte Erlösung und Befreiung; Durchgang durch den Tod ins ewige Leben – wie ein Tanz ins Leben bei Gott.
Tanzen wie Mirijam werden wir wohl nicht heute Morgen, liebe Gemeinde, auch nicht hier im Gottesdienst, singen dürfen wir auch nicht – aber doch einige singen jetzt für uns.
AMEN


EG 116 Er ist erstanden, Halleluja
1. Er ist erstanden, Halleluja. / Freut euch und singet, Halleluja. / Denn unser Heiland hat triumphiert, / all seine Feind gefangen er führt.
(Kehrvers):
Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, / der uns erlöst hat vom ewigen Tod. / Sünd ist vergeben, Halleluja! / Jesus bringt Leben, Halleluja!
2. Er war begraben drei Tage lang. / Ihm sei auf ewig Lob, Preis und Dank; / denn die Gewalt des Tods ist zerstört; / selig ist, wer zu Jesus gehört.
3. Der Engel sagte: »Fürchtet euch nicht! / Ihr suchet Jesus, hier ist er nicht. / Sehet, das Grab ist leer, wo er lag: / er ist erstanden, wie er gesagt.«
5. Er ist erstanden, hat uns befreit; / dafür sei Dank und Lob allezeit. / Uns kann nicht schaden Sünd oder Tod, / Christus versöhnt uns mit unserm Gott.


Fürbitten - Vaterunser
Herr Jesus Christus,
dafür danken wir dir, dass du uns alle schon vom Tod zum Leben gerufen hast und bitten dich, schenke es uns, dass wir dir vertrauen. Du hast den Tod besiegt und gibst uns Leben, das bleibt in Ewigkeit. Schenk dass wir uns von dieser Lebensbotschaft immer mehr verändern lassen.
Lass auch uns in unseren Zeiten Lebenskräfte zufließen.
Wir bitten dich für diese Welt, in der immer noch der Tod und der Teufel zu herrschen scheinen.
Gib Frieden in unsere Herzen und in unsre Welt.
Wehre dem Lebensfeindlichen.
Steh den Kranken, Einsamen und Sterbenden bei.
Besonders bitten wir dich jetzt für unsere Verstorbenen: Hanne Hirrle, Peter Decker und Elise Mayer. Nimm sie gnädig auf in deinem Reich und steh den Angehörigen in der Trauer bei.
Schenke es uns, dass wir immer mehr dir Vertrauen, denn du bist das Leben.
Steh deiner Kirche bei, dass sie lernt immer mehr auf dich hinzuweisen.
Breite dein Reich aus in dieser Welt bis du es vollenden wirst an deinem Tag.
Gemeinsam rufen wir zu unserem Vater im Himmel.

Bekanntgaben
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