Gottesdienst zur Jahreslosung/Verlorener Sohn

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Musik zum Eingang
Begrüßung - Votum

Wir haben von Gott viele wunderbare Begabungen erhalten.Was wir alles können! Vieles gelingt uns gut im Alltag, in der Schule, in der Freizeit oder zu Hause. Sogar in diesen schwierigen Zeiten schaffen wir doch ganz schön vieles ganz gut.
Klar, nicht alles. Zum Leben gehört es auch, dass wir uns manchmal enttäuschen und etwas falsch machen. Dass Gott uns trotzdem immer liebt, darum geht es heute.
Das Wort für diesen Tag lautet:
Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist.

Lied: Einfach spitze, dass du da bist
Einfach spitze, dass du da bist 3x
Kommt wir loben Gott den Herrn!
(stampfen klatschen hüpfen tanzen)

Eingangsgebet:
Herr, du bist so gut; zu dir können wir immer kommen. Vor dir ist nichts verborgen. So bitten wir dich, hilf uns. Dir sagen wir in der Stille alles, was uns gerade schwerfällt oder worüber wir uns freuen.

Theater

1. Szene: Der Abschied
Vater auf der Bühne. Sohn kommt mit Koffer:  
Sohn: Vater, ich will endlich von zu Hause weg, ich will frei sein und machen, was ich will! Ich möchte gerne jetzt schon das Geld, das ich ja eigentlich erst bekomme, wenn du gestorben bist. Aber so lange will ich nicht warten. Ich will jetzt schon in die Welt reisen und Spaß haben.

Vater: Wirklich? Na gut - wenn Du so denkst, gebe ich dir vorzeitig das Geld, es ist dein Erbteil. Er überreicht das Geld

Sohn: Okay, dann reise ich gleich ab! Ha, Ha, endlich kann ich tun was mir gefällt. Keiner sagt mir jetzt noch zehn Mal am Tag, was ich tun und lassen soll. Endlich kann ich selbst bestimmen! Vielleicht werde ich sogar reich!
Sohn geht ab. Vater winkt traurig mit Taschentuch hinterher.

Sohn: Ich gehe ganz weit weg ins Ausland. Nur weit weg von hier und dann feiere ich das Leben.

2. Szene: „Verprasst“
Sohn am Eingang eines Gasthauses. An einer Tischgruppe, sitzen Leute:
Heute war ich schon im Meer baden, habe interessante Fische auf dem Markt gesehen, jetzt habe ich aber Hunger und Durst.
Hey, Leute! Darf ich mich zu euch setzen? Ich gebe einen aus. Eine Runde Getränke für alle, ich bezahle.
Gast 1:  Wenn es was umsonst gibt, bin ich dabei!
Gast 2:  Na klar, ich auch!
Gast 3:  Hey, Du bist unser Freund! Darauf trinken wir einen!
Sohn: Wer hat Lust zu einem Würfelspiel? Ich setzte 100 Goldstücke, dass ich einen Pasch würfeln werde, wer setzt dagegen?
Gast 1: Na ich
Gast 2: Da mache ich auch mit.
Sohn verliert mehrmals  
Sohn: Dann treffen wir uns morgen wieder hier? (Alle nicken)

So ging das Feiern einige Wochen weiter.
Doch dann war das Geld alle.

Immer noch im Gasthaus
Sohn: Jetzt muss ich mal nachschauen, wieviel Geld noch da ist. Das schöne Geld ist alle. Naja, jetzt müssen mal meine Freunde zahlen. So, wer zahlt heute?

Alle Gäste gehen weg, kopfschüttelnd, …
Freunde waren das wohl nicht.

Szene 3: Mittellos
Sohn sitzt traurig am Boden.  
Jetzt ist auch noch eine Hungersnot ausgebrochen und alle Leute haben selbst wenig für sich. Und ich muss betteln, aber keiner kann mir etwas geben.
Sogar meine Freunde sind verschwunden. Keiner will mir helfen. Ich habe alles verkauft, was ich hatte. Jetzt habe ich nur noch dies Kleider – das war‘s.
Man, es lief alles so gut. Feiern, viele Freunde, schönes Leben. Und jetzt? Alles ist anders geworden. Keine Feiern, keiner ist mehr mein Freund, Geld für eine Wohnung habe ich auch nicht. Und einen Hunger habe ich, mein Magen tut mir entsetzlich weh. Ich muss Irgendjemanden finden, bei dem ich arbeiten und essen kann, bei dem ich ein neues Zuhause habe.
Mmmh....vielleicht könnte ich bei einem Bauern unterkommen. Zuhause hatten wir ja auch einen Bauernhof, da kenne ich mich aus.
Ich probiere es da mal, bei dem Bauern.
Hallo, kann ich bei dir arbeiten? Ich habe so entsetzlichen Hunger, ich muss unbedingt Geld verdienen.
Bauer: Ja, eigentlich habe ich für dich nichts zu tun. Ich habe meine Leute.
Sohn: Ach, bitte. Für ein bisschen Lohn würde ich alles machen.
Bauer: Warte, da fällt mir was ein Du könntest die Schweine hüten.
Sohn: Na, gut, wenn Du wirklich keine andere Arbeit für mich hast, dann mach ich sogar die Drecksarbeit. Schweine ausmisten ist nicht gerade meine Lieblingsarbeit, aber was soll‘s.
Bauer: Am Abend bekommst Du dann auch was zu Essen.
Sohn: Was? Heute Abend erst, ich habe aber jetzt schon Hunger!
Bauer: Nichts zu machen, erst die Arbeit, dann der Lohn!

 

Sohn: Da sitze ich nun schon tagelang und kümmere mich um die Schweine. Puh! das stinkt! Und mein Magen knurrt schon wieder! Bei dem Bauern bekomme ich nämlich auch viel zu wenig. Hm... die Schweine haben wenigstens etwas zu fressen.
Andererseits, es ist ja niemand da. Vielleicht sollte ich etwas von dem
Schweinefraß probieren - schmeckt bestimmt grässlich, aber macht satt. Na, versuchen kann ich ́s ja mal.
(Er verzieht das Gesicht.)
Bähh. Das ist ja eklig. Da haben es ja selbst die Diener meines Vaters besseres Essen.
Das ist keine Lösung! Nein, das ist keine Lösung! Hier zu sitzen und Schweinefutter zu essen.
Was soll ich nur machen?
Ich könnte.....ich könnte...nein, unmöglich...oder doch? Ich könnte vielleicht zurückgehen nach Hause. Nein unmöglich. Mein Erbe habe ich mir auszahlen lassen. Mein Vater wird sauer auf mich sein.
Aber vielleicht brauche ich nicht als Sohn zurückzukehren. Ich werde Folgendes machen: Ich gehe zu meinem Vater zurück und sage: "Vater, ich habe alles falsch gemacht. Dir gegenüber und Gott gegenüber auch. Es tut mir leid. Ich bin es nicht mehr wert dein Sohn zu sein, aber vielleicht kann ich ja als Diener bei dir arbeiten?"
Das könnte möglich sein. Aber nein, was wird mein Vater nur sagen?
Wie siehst du denn aus? Wo ist mein Geld? Wie? Weg? Alles verschleudert? Geh weg, du hast doch selbst schuld, dass es dir so geht! -Aber, ich habe keine andere Wahl. Ich werde es versuchen.

Szene 4:  Heimkehr
Der Vater steht da und hält Ausschau.  
Vater:
Wie lange stehe ich hier und warte. Er wird doch wiederkommen? Ich vermisse ihn so.
Ich weiß noch genau, wie er ausgesehen hat. Und wie er weggegangen ist. Er hat sich nicht einmal mehr umgedreht. Hat nicht gesehen, wie mir die Tränen über das Gesicht gelaufen sind.
Wie viel Spaß wir immer hatten! Früher hat er so gerne Fange gespielt.
Und wie er als kleiner Junge in meinem Arm eingeschlafen ist. Oder wie er das erste Mal vom Pferd gefallen ist und sich erst ein halbes Jahr später wieder in den Stall gewagt hat!
Wie gerne würde ich noch einmal an den kleinen Fluss mit ihm angeln gehen. Ob er es ihm wohl gut geht?
(Der Vater blickt angestrengt in die Ferne.)
Oh, da hinten kommt ein Wagen! Nein kein Wagen, das sind Wanderer! Nein, das ist nur einer, jetzt sehe ich es! Ich gehe ihm mal ein Stück entgegen. Mensch, wie der sich dahinschleppt, richtig gebückt geht er. Moment mal, den Gang kenne ich doch! Das ist doch nicht möglich...!? Vielleicht...oh, es wäre ja zu schön, wenn es mein Sohn wäre! Wenn ich nur sein Gesicht sehen könnte! Jetzt, jetzt schaut er mich an!  Ja, er ist es! Sohn! Sohn!
Der Vater öffnet die Arme, rennt dem Sohn entgegen und freut sich sehr (in den Arm nehmen geht nicht wg. Corona)
Sohn: Vater, ich bin völlig gescheitert. Ich habe das Falsche getan, dir und Gott gegenüber. Es tut mir so leid. Ich bin es nicht mehr wert dein Sohn zu heißen, aber vielleicht kann ich ja als einer deiner Diener arbeiten?
Vater: Ach was, du bist und bleibst mein Sohn. Lass uns etwas Sauberes zum Anziehen holen, einen Ring an seinen Finger und Schuhe. Und wir brauchen etwas zum Essen.
Er ruft laut: Holt das Beste was wir haben aus Küche und Keller, heute Abend wird gefeiert, wir wollen uns alle freuen, denn mein Sohn war fort und nun ist er zurückgekommen. Er war weit entfernt, er hätte tot sein können – aber er lebt!
(Schaut seinen Sohn an und ruft) Mein Sohn!
Sohn: Mein Vater!

Lied: Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt
1. Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt damit ich lebe
Ich lobe meinen Gott, der mir die Fesseln löst damit ich frei bin

Refrain:
Ehre sei Gott auf der Erde in allen Straßen und Häusern
Die Menschen werden singen bis das Lied zu Himmel steigt
Ehre sei Gott und den Menschen Frieden  3x
Frieden auf Erden

2. Ich lobe meinen Gott, der mir den neuen Weg weist, damit ich handle
Ich lobe meinen Gott, der mir mein Schweigen bricht, damit ich rede

Refrain:
Ehre sei Gott...

3. Ich lobe meinen Gott, der mir die Tränen trocknet, dass ich lache
Ich lobe meinen Gott, der meine Angst vertreibt, damit ich atme

Refrain:
Ehre sei Gott...

Predigt
Diese Geschichte handelt von einem Vater und seinem Sohn. Aber eigentlich handelt sie von uns allen. Denn wir alle sind Menschen, die immer wieder Fehler machen. Und dann fühlen wir uns meistens schlecht. Es fühlt sich an, wie wenn ein schwerer Stein auf unserem Herzen liegt, der uns niederdrückt. Auch handelt die Geschichte von Gott. Denn Jesus hat den Menschen genau diese Geschichte erzählt, um den Menschen damals und uns heute zu zeigen, dass Gott immer wieder vergibt. Gott ist zu uns wie ein guter Vater den wir in der Geschichte gehört haben. Wenn wir etwas falsch gemacht haben, wenn wir einen Fehler gemacht haben, verzeiht uns Gott. Er nimmt uns in den Arm und sagt: „Ich habe dich trotzdem gern. Versuche es einfach das nächste Mal besser zu machen. Du darfst wieder neu anfangen.“

Lied: Gott hat mich in sein Herz geschlossen
Refrain: Gott hat mich in sein Herz geschlossen,
von meinem Kopf bis zu den Flossen.
Er liebt mich ganz mit Haut und Haar
für ihn bin ich der Superstar.
1.    Zum Beispiel liebt er meine Beine
und ganz bestimmt auch deine!
Meinen Bauchnabel findet er klasse,
eingebettet in ein bisschen Masse.
We oh, we oh…
2.    Zum Beispiel liebt er meine Hände,
sie erspüren Gegenstände,
meine Ohren, Mund und Nase,
manchmal riecht sie ganz besondre Gase.

Gebet - Vaterunser
Gott, du bist wie ein Vater im Himmel, du hast uns immer gern. So vieles im Leben ist schön und du schenkst es uns.
Du freust dich mit uns über alles, was uns gelingt.
Zu dir können wir auch mit dem kommen, was wir falsch gemacht haben.
•    Wir beten für alle Menschen, die von zu Hause weggelaufen sind und sich nicht mehr zurücktrauen, schenke ihnen den Mut zur Umkehr.
•    Wir beten für alle Menschen, die nur an sich denken, dass sie andere wertschätzen und achtsam mit ihnen umzugehen lernen.
•    Wir beten für alle Menschen, die sich gestritten haben und sich noch nicht verzeihen können. Hilf du ihnen dabei.
•    Wir beten für alle Menschen, die etwas angestellt haben und es nicht schaffen, sich zu entschuldigen. Denn du nimmst von uns alle Schuld durch Jesus Christus, unseren Herrn.
•    Vaterunser.

Lied: Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer
1. Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer,
Wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.
Frei sind wir, da zu wohnen und zu gehen.
Frei sind wir, ja zu sagen oder nein.
 
Refrain:
Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer,
Wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.

2. Wir wollen Freiheit, um uns selbst zu finden,
Freiheit, aus der man etwas machen kann,
Freiheit, die auch noch offen ist für Träume,
Wo Baum und Blume Wurzeln schlagen kann.
 
4. Herr, du bist Richter! Du nur kannst befreien,
Wenn du uns freisprichst, dann ist Freiheit da.
Freiheit, sie gilt für Menschen, Völker, Rassen,
So weit, wie deine Liebe uns ergreift.
 
Bekanntgaben

  • Auflösung Quiz und Schätzfrage (242)
  • Danke an Mitarbeitende
  • Danke an Kinder und Eltern für das Mitmachen
  • Danke für Spenden


Segen

Lied: Ade, Adieu mit Gott
Ade, Adieu, mit Gott,
geh deinen Weg getrost:
Er wird ihn mit dir gehen
bis wir uns wiedersehn.

Musik zum Ausgang