Was ist eigentlich Weihnachten?

1. Krippenspiel

1. Friede auf Erden, soll es endlich werden.
Jetzt lass die Hektik hinter dir, werd´ ruhig und hör zu,
was Freunde sagen, was Kinder dich fragen,
nimm dir die Zeit, wend´ dich ihnen zu.
2. Friede auf Erden, soll es endlich werden.
Für uns soll das die schönste Weihnacht sein, für Groß und Klein.
Alle zusammen sind wir jetzt beisammen
und Gott ist spürbar nahe dabei.
3. Friede auf Erden, soll es endlich werden.
Alle Menschen dürfen glücklich sein, glücklich sein.
Friede für Menschen das wollen wir wünschen.
Gottes Liebe zieht bei euch ein.
Gottes Liebe zieht bei euch ein.
Gottes Liebe zieht bei euch ein.

Szene 1: Mutter und Kind/ Maria und Josef unterwegs
Das Bühnenbild besteht zu Anfang lediglich aus zwei Stühlen, die in der Mitte postiert sind. Gegen Ende des Liedes kommt die Mutter nach vorne. Sie tragt einen riesigen Karton und ist offensichtlich genervt. Plötzlich kommen 2 Kinder von hinten.
Kind/ Marcia: Mama?
Mutter / Alexandra (erschrickt und Iässt den Karton fallen): Oh nein! (Versucht sich zu beruhigen.) Was ist denn?
Kind/ Marcia: Wir wollten gerne wissen: Was ist eigentlich Weihnachten?
Mutter / Alexandra: Ich bitte euch. Das müsst ihr doch inzwischen wissen.
Kind/ Marcia: Ich weiß, dass es Geschenke gibt - und Kerzen.
Kind/ Mathilda: Und alle sind im Stress, aber keiner sagt uns, warum.
Mutter / Alexandra: Du, Ich hab‘ jetzt gerade echt keinen Nerv für so was. Könnt ihr nicht Papa fragen?
Kind/ Mathilda: Papa, was ist eigentlich Weihnachten?
Vater/ Elias: »Nervt nicht, ich muss kochen.« Ihr könnt ja Oma fragen.
Kind/ Marcia: Oma, weißt du warum wir Weihnachten feiern?
Oma/ Jenny: Das ist doch ganz einfach. Das steht in der Bibel. (Nimmt eine Bibel, schlägt sie auf und fängt an sehr schnell zu lesen.) Hier steht es: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde Und diese Schätzung war die allererste und geschah…
Kind/ Mathilda: Hä? Ich verstehe kein Wort. Kannst du mir das bitteschön erklären?
Oma/ Jenny: Würde ich ja gerne, aber ich muss jetzt zum Fernsehen. Da kommt: „Rote Rosen!“.
(Kinder gehen zurück zur Mutter).
Kind 2:/ Mathilda: Voll gemein. Keiner erklärt uns, was Weihnachten bedeutet. Keiner hat Zeit.
Mutter / Alexandra: Ich auch nicht. Ich muss jetzt die Krippe aufstellen.
Kind/ Mathilda: Ich glaube, das brauchst du nicht. Die ist mit Sicherheit kaputtgegangen, als du sie vorhin runtergeworfen hast. (Das Kind zeigt auf den Karton.)
Vater/ Elias: (schaut in den Karton)
Oje, ihr habt leider recht. Dann gibt es in diesem Jahr wohl keine Krippe. Vielleicht ist es ganz gut, wenn wir mal Pause machen. Lasst uns ein bisschen ausruhen.  (Alle setzen sich)
Also gut, vor langer Zeit, vor etwa 2000 Jahren, lebte in Nazareth in Israel ein Zimmermann namens Josef mit seiner Frau Maria. Die sollte bald ein Kind bekommen.
(Josef und Maria treten auf und setzen sich auf die Stühle.)
Mutter / Alexandra: Eines Tages saßen die beiden zusammen und redeten über das Kinderbett, das Josef schreinern wollte, da klopfte es an der Tür. (Man hört drei Schläge.)
Josef / Selma:  Herein!
(Ein Trompeter tritt auf und spielt eine Fanfare bzw. spielt das Klavier einen Tusch. Dann tritt der Herold auf, mit einer riesigen Schriftrolle in der Hand.)
Josef / Selma:  Was soll denn dieser Lärm?
Herold / Julius: Lärm? Unverschämtheit! Das ist die königlich-kaiserliche Fanfare! Ich habe nämlich eine Botschaft von Kaiser Augustus.
Kind/ Marcia: Kaiser Augustus?
Mutter / Alexandra: Kaiser Augustus herrschte damals in Rom.
Herold / Julius: Da hört ihr es! Augustus will eine Volkszählung machen, Darum soll jeder Mann mit Frau und Kind in seine Heimatstadt gehen und sich dort melden.
Maria/ Rebecca: Müssen wir das wirklich? Josef, deine Heimatstadt Bethlehem ist so weit weg. Und ich bekomme bald ein Kind.
Herold / Julius: Tja. Ich bin nicht Augustus. Außerdem muss Ich jetzt los. Ich muss heute noch in fünf andere Dörfer. Und wenn ich das heute noch schaffen will, muss Ich mich beeilen.
Maria/ Rebecca: Aber, das geht doch nicht!
Herold / Julius: Es tut mir ja wirklich schrecklich leid, aber ich muss jetzt weiter. Es war echt schön bei euch. (zum Trompeter) Komm jetzt! (Zu Maria und Josef) Ave!
(Herold und Trompeter gehen schnell ab. Maria holt während des folgenden Textes ein Tuch, das sie wie einen Mantel um den Körper schlingt, Josef holt einen Stock)
Mutter / Alexandra: Das war ja eine schöne Bescherung. Maria wurde es ganz anders, als sie an die lange Reise dachte. Aber es blieb ihnen ja nichts anderes übrig. Also packten sie und kratzten Ihr letztes Geld zusammen.
(Reisefertig gehen Maria und Josef durch den Mittelgang ab,)
Vater/ Elias: Dann brachen sie auf, Die Reise war beschwerlich, schließlich gab es noch keine Autos.
Kind/ Marcia: Papa, das weiß ich doch, dass das Auto erst später erfunden wurde. Also mussten die beiden zu Fuß gehen, stimmt's?
Vater/ Elias: Ja, du hast recht. Äh, lass mich kurz überlegen, wie es weitergeht.
Instrumental
(Hinten links und rechts jeweils ein Pappschild. Auf dem linken steht »Zum goldenen Ochsen«, auf dem anderen »Der Eselwirt«.)
Mutter / Alexandra: Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja. Nach mehreren Tagesreisen kamen Josef und Maria in Bethlehem an.
(Maria und Josef kommen durch den Mittelgang)
Josef / Selma:  Schau mal, Maria, ein Gasthaus! »Zum goldenen Ochsen«. (Die beiden gehen zum Schild.)
Mutter / Alexandra: Und dann war es so weit Maria: brachte ihren ersten Sohn zur Welt (Maria beugt sich über den Stuhl nach hinten, holt eine Puppe und legt sie in die Krippe und zündet die Kerze davor an.)
Und sie nannte ihn Jesus und legte ihn in eine Krippe, denn es war sonst kein Platz in der Herberge.

Gemeindelied: Zu Bethlehem geboren
(Während des Liedes treten die Hirten auf, lagern sich auf der rechten Seite vor den Stufen. Sie schlafen dort. Wenn das Lied zu Ende ist, rennt Joab, der kleinste der Hirten, mit einem kleinen Stoffschaf von hinten links nach vorne.)

Szene 2: Die Hirten
Joab/ Julie: Elam, Elam, wach auf! Das Schaf hat gekalbt!
Elam / Laura F.: Wie oft habe ich dir schon gesagt: Kühe kriegen Kälber - Schafe kriegen Lämmer
Joab/ Julie: Dann hat sie eben gelammt'
Elam / Laura F.: Man sagt nicht »Lammen« Schafe lammen nicht, sie bringen Lämmer zur Welt
Edom / Merit: Ach, lass ihn doch Er ist doch jung und noch nicht so lange Hirte wie du!
(Der Verk.engel / Ylaria tritt von hinten auf und stellt sich hinter die Hirten, sodass er über ihnen steht. Er räuspert sich, aber die Hirten bemerken ihn nicht.)
Levi / Serena: Genau! Du verbesserst die ganze Zeit solche überflüssigen Kleinigkeiten.
(Der Verk.engel / Ylaria tippt Benjamin auf die Schulter. Benjamin dreht sich um und stößt einen Schrei aus. Nun bemerken die anderen den Engel auch und erschrecken ebenfalls.)
Hirte Benjamin: (stottert) W-w-w-w-wer bist du? (Der Verk.engel / Ylaria schnippt mit dem Finger. Von hinten kommen viele andere Engel und blenden die Hirten mit Taschenlampen.)
Joab/ Julie: Warum wird es denn so schrecklich hell?
Verk.engel / Ylaria: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich bringe euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Engelchor: Johanna, Magalie, Maya, Zoe, Mia, Josephine, Anela, Klara, Leni, Nele, Jannik

Gloria, gloria in excelsis deo!
Gloria, Gloria, alleluja, alleluja!

Joab/ Julie: Habe ich das nur geträumt oder war das echt?
Elam / Laura F/: Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich gerade Engel gesehen habe und dass der Himmel mitten in der Nacht taghell war.
Levi / Serena: Das war echt!
Edom / Merit: Was hat der Engel gesagt? In einer Krippe? Und in der Stadt Davids? Was heißt das denn: »Stadt Davids«?
Elam / Laura F/: Keine Ahnung.
Joab/ Julie: Das ist Bethlehem.
Levi / Serena: He, der Kleine hat recht. Auf geht's.
Instrumental
(Die Hirten drehen sich um, sehen Maria und Josef und stürmen auf sie zu.)
Elam / Laura: Da seid ihr ja. Und euer Kind.
Maria/ Rebecca: Ich verstehe nicht ganz
Joab/ Julie: Uns ist ein Engel erschienen und hat gesagt, dass heute der Heiland geboren ist
Josef / Selma:  Ein Engel?
Joab/ Julie: Ein Engel mit vielen anderen Engeln. Dann hat er uns gesagt, wo ihr zu finden seid ... Dürfte ich mal das Kind halten?
Maria/ Rebecca: Na gut.
Levi / Serena: Und dann ich!
Edom / Merit: Und dann ich!
Elam / Laura: Und dann ich!
Levi / Serena: Ich kenne ein Lied, das wir alle zusammen singen könnten.

Gemeindelied: Herbei o ihr Gläubigen

Szene 3: Im Palast des Herodes
Mutter / Alexandra: Zur gleichen Zeit geschieht Folgendes im Palast des Königs Herodes in Jerusalem (Herodes kommt herein und setzt sich auf den Stuhl.) Herodes hatte gerade gegessen und wollte seinen Schönheitsschlaf machen, als plötzlich ... (Der Trompeter kommt herein und spielt eine Fanfare bzw. spielt das Klavier einen Tusch. Herodes hält sich die Ohren zu und der Herold kommt herein.)
Herold Laura Pf./: Euer Majestät!
Herodes / Hannes: Was soll der Lärm? Leibwächter!
(Leo steht ihm schützend zur Seite)
Herold Laura Pf./: Lärm? Euer Majestät! Das ist die königlich-kaiserliche Fanfare!
Herodes / Hannes: (winkt ab) Ist schon gut. Sag mir lieber, warum du mich störst.
Herold Laura Pf./: Da sind drei Menschen gekommen und bitten um eine Audienz.
Herodes / Hannes: Schick sie weg. Ich brauche jetzt meinen Schönheitsschlaf.
Herold Laura Pf./: Aber sie tragen vornehme, morgenländische Kleidung.
Herodes / Hannes: Warum hast du das nicht gleich gesagt? Herein mit ihnen.
Herold Laura Pf./: (ruft nach hinten) Ihr könnt reinkommen! (Gibt dem Trompeter ein Zeichen. Der spielt eine Fanfare bzw. die Orgel spielt einen Tusch. Herodes hält sich die Ohren zu, der Herold und der Trompeter gehen nach links ab und die drei Weisen treten auf, wobei der zweite Weise durch ein Fernrohr ins Publikum schaut)
Herodes / Hannes: Nun, was wollt ihr von mir?
1. Weiser / Sina: Wo Ist der neugeborene König der Juden?
Herodes / Hannes: D-d-der neugeborene König der Juden?
2. Weiser / Samuel: (setzt sein Fernrohr ab) Wir sind seinem Stern gefolgt.
3. Weiser / Nele Sw.: Und nun sind wir gekommen, um den neuen König zu sehen.
Herodes / Hannes: D-d-das hört sich sehr interessant an. (Er klatscht in die Hände, ein Dienerin / Franziska kommt herein.) Gebt ihnen eine Unterkunft! (Zu den Weisen) Ihr seid meine Gäste. Geht mit meinem Dienerin / Franziska. (Die Weisen und ein Dienerin / Franziska gehen ab.) Ein neuer König? Nein! Was kann ich nur tun? (Denkt angestrengt nach und hat einen Wutausbruch.)
Kind/ Marcia: Meine Güte, der Herodes hat da aber einen ganz schönen Anfall gekriegt, oder?
Vater/ Elias: Du musst das verstehen. Er hatte Angst davor, dass ihm ein anderer König seinen Platz wegnimmt.
Herodes/: (zu Mutter und Kind) Hey, Sie da drüben. Ich versuche gerade nachzudenken. Wenn Sie schon meine kostbare Ruhe stören, können Sie mir doch gleich sagen, ob Sie etwas über den neuen König der Juden wissen.
Mutter / Alexandra: Ganz einfach: der ist in Bethlehem
(Schlägt sich die Hände vor den Mund)
Kind/ Marcia: Mama!
Herodes / Hannes: Dankeschön! Ich lass mir doch nicht meine Krone von einem anderen wegnehmen. Die Weisen kommen mir gerade recht Ich sage ihnen einfach »Ich will das Kind auch verehren«, dann suchen sie es für mich und sagen mir, wo ich es finden kann, um es zu beseitigen. Ich bleibe König!
(Herodes geht ab)
Instrumental
(Dienerin / Franziska und die Weisen treten auf.)
Dienerin / Franziska: Das ist die Unterkunft, die euch der römische Herrscher Herodes, zur Verfügung stellt. Wenn ihr Wünsche habt, ruft mich.
3. Weiser / Nele Sw.: Könntet Ihr wohl die Umhänge hinausbringen?
(Die Weisen legen ihre Umhänge ab und geben sie dem Dienerin / Franziska)
Dienerin / Franziska: Natürlich. Aber, sag „Du“ zu mir.
2. Weiser / Samuel: Warum?
Dienerin / Franziska: Ich bin keine hohe Persönlichkeit und werde deshalb mit »Du« angesprochen. (Nimmt die Umhänge und legt sie zusammen.) Habt Ihr sonst noch Wünsche?
3. Weiser / Nele Sw.: Nein. Ihr könnt gehen. (Dienerin / Franziska geht ab.)
1. Weiser / Sina: Findet ihr das nicht komisch?
2. Weiser / Samuel: Was denn? Dass wir nicht »Ihr« zu der Dienerin sagen durften?
1. Weiser / Sina: Das auch. Aber sonst: Du entdeckst einen neuen Stern, schaust in deinem Sterndeuterbuch nach und liest, dass dieser Stern den Weg zum neuen König der Juden weist. Wir ziehen nach Jerusalem und was finden wir? Einen nichts wissenden Herodes.
(Herodes tritt auf.)
Herodes / Hannes: Hallo, edle Freunde aus dem Morgenland. Ich habe erfahren, wo ihr das Kind finden könnt. Es ist in Bethlehem.
1. Weiser / Sina: Na gut, dann gehen wir mal besser.
(Die drei Weisen gehen durch den Mittelgang ab. Herodes bleibt auf der Bühne stehen und winkt den Weisen nach.)
Herodes / Hannes: Auf Wiedersehen, meine Freunde. (Herodes geht ab.)
Kind/ Marcia: Da siehst du, was du angerichtet hast, Mama. Ich hoffe, die drei Weisen sind nicht so blöd und verraten es Herodes, wenn sie das Kind gefunden haben.
Mutter / Alexandra: Ja, mal sehen. Die drei Weisen zogen auf jeden Fall dem Stern hinterher, der mittlerweile über Bethlehem stand. Daraus hat jemand auch ein Lied gemacht.
Kind/ Mathilda: Lass mich raten. Es heißt wahrscheinlich »Stern über Bethlehem«.
Mutter / Alexandra: Genau.

Gemeindelied: Stern über Bethlehem

(Während des Liedes stellt sich ein Kind mit einem Stern auf einer Stange hinter Maria und Josef. Gegen Ende kommen die drei Weisen aus dem Gang nach vorne)
Szene 4: Die Weisen kommen zum Kind
2. Weiser / Samuel: (schaut durch sein Fernrohr) Seht mal da, der Stern über einem Stall.
1. Weiser / Sina: Über einem Stall?
3. Weiser / Nele Sw.: Meinst du wirklich, wir sind hier richtig?
2. Weiser / Samuel: Ja, nichts wie rein.
(Die drei gehen zu Maria und Josef.)
Josef / Selma:  Wer seid ihr denn?
1. Weiser / Sina: Drei Weise aus dem Morgenland.
Maria/ Rebecca: Wer hier so alles vorbeikommt.
2. Weiser / Samuel: Wir suchen den neuen König der Juden.
3. Weiser / Nele Sw.: Ich glaube, wir haben ihn gefunden.
1. Weiser / Sina: Wir, haben auch Geschenke mitgebracht. Nehmt hier von mir Gold. (Drückt Josef Gold in Hand,)
2. Weiser / Samuel: Und von mir Weihrauch. (Legt Weihrauch vor die Krippe.)
3. Weiser / Nele Sw.: Und von mir Myrrhe. (Gibt Maria die Myrrhe.)
Maria/ Rebecca: Was ist denn Myrrhe?
3. Weiser / Nele Sw.: Das ist ein Duftöl, das gut riecht.
Maria/ Rebecca: Dankeschön! So etwas können wir gut gebrauchen.
(In der Zwischenzeit sind 3 Engel aufgetreten, aber niemand hat sie bisher bemerkt.)
1. Engel / Penelopé: Hallo? (Allgemeine Überraschung) Nicht erschrecken! Wir stören ja nur ungern, aber wir haben ziemlich dringende Nachrichten.
2. Engel / Lara/: (Zu den Weisen) Herodes hat euch belogen.
1. Weiser / Samuel: Ich wusste doch, dass da irgendwas faul war
3. Engel / Klara: Ihr dürft auf keinen Fall sagen, wo das Kind ist.
1. Engel / Penelopé: Maria und Josef, ihr müsst sofort nach Ägypten fliehen bevor euch Herodes findet, sonst passiert etwas Furchtbares.
(Hinter der Bühne hört man den Trompeter eine Fanfare spielen)
Josef 4/ Oh nein, Herodes' Nichts wie weg hier.
(Alle gehen ab -  zurück bleiben nur Mutter und Kind)
Kind/ Marcia: Das ist aber kein schönes Ende.
Vater/ Elias: Die Geschichte ist noch nicht wirklich zu Ende. Die drei Weisen und Maria und Josef wurden auf ihrer Flucht beschützt. Jesus wurde groß.
Mutter / Alexandra: Es gibt sehr viele Geschichten von ihm, aber die kann ich dir heute Abend nicht alle erzählen Und außerdem muss ich die Krippenfiguren noch aufstellen, damit wir schön Weihnachten feiern können.
Kind/ Marcia: Aber die sind doch kaputt.
Mutter / Alexandra: Wir schauen mal, ob wir sie nicht kleben können. Komm mit. (Gehen ab)

Lied: Ein Freudenfest
Ein Freudenfest, ein großer Tag! Und alle feiern mit,
weil jeder Mensch Geschenke mag, und Gott das größte gibt.
Halleluja, Weihnachten ist mehr als nur ein Fest,
weil uns Gott im ganzen Jahr niemals alleine lässt.
Ein Freudenfest, ein großer Tag!  Ein riesiges Geschenk,
dass Gott uns heute deutlich sagt, dass er noch an uns denkt.
Halleluja, Weihnachten ist mehr als nur ein Fest,
weil uns Gott im ganzen Jahr niemals alleine lässt.
Ein Freudenfest, ein großer Tag! Das Kind ist ein Beginn,
ein neuer Menschheit-Gott-Vertrag, der uns zusammen bringt.
Halleluja, Weihnachten ist mehr als nur ein Fest,
weil uns Gott im ganzen Jahr niemals alleine lässt.

2. Predigt
Weihnachten ist nach wie vor in unseren Breiten der Höhepunkt des Jahres, das Hauptfest des Jahres.
Immer noch feiern die meisten Menschen bei uns Weihnachten, auf die eine oder andere Weise.
Die Frage ist nur: was feiern wir eigentlich an Weihnachten?
Weihnachten hat ja viele Namen.
Man nennt es "das Fest des Friedens" oder "das Fest der Liebe", auch das "Fest der Familie" wird es genannt.
Das klingt alles schön – und ist bestimmt nicht falsch; aber all dies trifft nicht den Kern der Sache.
Und doch ist Weihnachten das allerbeste und allerwichtigste – warum? Weil da etwas war, was Menschen nicht vorbereitet hatten. Ja, was Menschen nie hätten vorbereiten können. Was gar nicht in ihrer Hand lag, zu machen oder vorzubereiten. Mit dem Kind kam ein Licht in ihre Welt – ein Licht aus einer anderen Welt. Die Engel in der Geschichte, die stehen dafür, die kommen von oben her, nicht von der Erde, nicht von den »irdischen« Akteuren (Maria, Josef, Hirten, Weise usw.) – die können gar nichts dazutun, dass Weihnachten wird, und genauso ist es bei uns: Wir können zwar viel machen und tun, aber dieses Licht, das da aus einer anderen Welt kommt, das können wir nicht ›machen‹ – auch nicht durch noch so perfekte Vorbereitungen. Weihnachten kam nicht durch die Vorbereitungen von Menschen, sondern weil Gott wollte, dass es Weihnachten wird.
Gott kommt den Menschen an Weihnachten so nahe wie nie zuvor. Seine Liebe für sie bekommt Hände und Füße und ein Gesicht, sie wird ›handgreiflich‹. Das ist Weihnachten, dass Gott zu uns kommen wollte, zu mir und dir – zu uns allen. Amen.